Bergische Universität Wuppertal

Ziele des Projekts Photo-MINT

Dieses Folgeprojekt von Photo-LeNa hat als Hauptziel weiterhin die Qualitätssteigerung der Lehre im Fach Chemie und der benachbarten MINT-Fächer durch curriculare Innovation.
Der in Photo-MINT angestrebte fachliche und didaktische Mehrwert für die Lehre fokussiert als Leitmotiv den elektronisch angeregten Zustand A* von Molekülen und anderen Teilchenverbänden, der „das Herz aller Photoprozesse“ ist und de facto ein „Elektronenisomer des Grundzustands“ darstellt (N. J. Turro). Die möglichen Wege für seine Erzeugung und Desaktivierung sollen aus didaktischer Perspektive erschlossen und strukturiert, d.h. mit Experimenten, Konzepten, Print- und Elektronikmaterialien für Unterricht und Lehre ausgestattet werden. Anschließend an Photo-LeNa sollen in Photo-MINT weitere Begriffe und Konzepte der Chemie nachjustiert und interdisziplinäre Brücken zwischen der Chemie und anderen Schul- und Studienfächern erschlossen werden. Darunter werden jene Fächer ausgewählt, in denen Photoprozesse ebenfalls Schlüsselfunktionen in wichtigen Inhaltsfeldern des betreffenden Faches einnehmen. Dies sind die MINT-Fächer Physik, Biologie und Informatik sowie das Fach Geographie. Aus didaktischer Sicht ist es für jedes dieser Fächer gewinnbringend, wenn die für das jeweilige Fach relevanten stofflichen und energetischen Phänomene bei der Wechselwirkung Licht-Materie auf die Elementarprozesse bei und nach der Interaktion von Photonen mit Molekülen (oder anderen Teilchenverbänden) zurückgeführt werden, also auf diskrete Einheiten, wie sie für die chemische Betrachtungsweise charakteristisch sind. Insofern erhält die Chemie der angeregten Zustände bei der Erschließung und curricularen Integration von Photoprozessen in die Lehrgänge anderer MINT-Fächer eine wegweisende Funktion. Diese Arbeitshypothese soll in den Modulen des Projekts Photo-MINT konkretisiert werden.